Unternehmensmeldungen

Talanx erzielt 2024 Konzernergebnis von 1.977 Mio. EUR und stärkt Resilienz

  • Versicherungsumsatz wächst um 11 Prozent auf 48,1 (43,2) Mrd. EUR – Konzernergebnis steigt um 25 Prozent auf 1.977 (1.581) Mio. EUR und damit mehr als doppelt so stark wie der Umsatz
  • Erstversicherung trägt 49 (46) Prozent zum Konzernergebnis bei
  • Schaden-/Kostenquote verbessert sich auf 90,3 (94,3) Prozent
  • Eigenkapitalrendite bei 17,9 Prozent
  • Vorschlag für Dividendenerhöhung: Anhebung um 35 Cent auf 2,70 (2,35) EUR je Aktie
  • Gewinnziel für 2024 erreicht, Ausblick für 2025 und Mittelfristziele bestätigt

Die Talanx Gruppe hat ihren auf profitables Wachstum ausgerichteten Kurs im Geschäftsjahr 2024 fortgesetzt und gleichzeitig ihre Resilienz gestärkt. Der Versicherungsumsatz der Gruppe stieg zweistellig um 11 Prozent auf 48,1 Mrd. EUR, das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich deutlich auf 4,9 (3,1) Mrd. EUR. Mit 25 Prozent wuchs das Konzernergebnis auf 1.977 Mio. EUR und damit mehr als doppelt so stark wie der Versicherungsumsatz. Die Talanx Gruppe hat ihr gutes Ergebnis genutzt, um Risikovorsorge in der Kapitalanlage zu betreiben und ihre Resilienz in der Schadenreserve auf Basis eigener Schätzwerte weiter auszubauen. Die Eigenkapitalrendite liegt bei 17,9 (16,6) Prozent. Mit ihrem Jahresergebnis hat die Talanx Gruppe bereits im Jahr 2024 das ursprünglich für 2025 vorgesehene Ziel deutlich übertroffen. Zu dem Gewinnwachstum haben alle Geschäftsbereiche beigetragen. Die Erstversicherung steigerte ihren Anteil am Konzernergebnis auf 49 (46) Prozent und profitierte vor allem von der positiven Entwicklung im Corporate & Specialty- sowie im internationalen Retailgeschäft. Die Leistungen für Großschäden lagen etwa auf Vorjahresniveau, aber unterhalb des veranschlagten Budgets. Neben dem starken operativen Geschäft wurde das Ergebniswachstum auch von der schnellen und reibungslosen Integration des jüngsten Zukaufs in Lateinamerika getrieben. Aufgrund der positiven Entwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Talanx Gruppe der Hauptversammlung vor, die Dividende um 35 Cent auf 2,70 (2,35) EUR je Aktie anzuheben.

„2024 haben wir in einem herausfordernden Marktumfeld nicht nur unsere Ziele übertroffen und unsere Resilienz weiter ausgebaut, sondern auch unsere Diversifizierung vorangetrieben: Unser Konzernergebnis ist mehr als doppelt so stark wie der Versicherungsumsatz gestiegen, und unsere Erstversicherung trägt nun fast die Hälfte zu unserem Konzernergebnis bei. Mit unserer ersten Katastrophenanleihe haben wir 2024 auch unseren Rückversicherungsschutz diversifiziert“, so Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG. „Der Erfolg im Jahr 2024 zeigt, dass sich unsere fokussierte Strategie mit unserer auf Vertrauen basierenden, leistungsorientierten Kultur auszahlt. Wir sind dezentral aufgestellt, breit diversifiziert und erreichen in 93 Prozent unserer Gruppe kostenführende Positionen. Deshalb sind wir auch für das Jahr 2025 optimistisch und verfolgen mit großer Zuversicht unser Ziel, ein Konzernergebnis von mehr als 2,1 Mrd. EUR zu erzielen.“

Das versicherungstechnische Ergebnis stieg im Geschäftsjahr 2024 auf 5,1 (3,2) Mrd. EUR. Die Großschadenleistungen lagen bei 2.199 (2.168) Mio. EUR und blieben trotz einer hohen Anzahl schwerer Schadenereignisse etwa 200 Mio. EUR unterhalb des veranschlagten Budgets. Dabei entstanden Man-made-Schäden in Höhe von 588 Mio. EUR; Großschadenleistungen für Naturkatastrophen beliefen sich auf 1,6 Mrd. EUR. Größter Einzelschaden der Gruppe war der Hurrikan „Milton“ in den USA mit 290 Mio. EUR. Weitere Großschäden waren unter anderem die Hochwasser in Osteuropa und in Brasilien sowie der Hurrikan „Helene“ in den USA. Auf die Erstversicherung entfielen Großschadenleistungen in Höhe von 517 Mio. EUR, auf die Rückversicherung in Höhe von 1.629 Mio. EUR. Die Schaden-/ Kostenquote verbesserte sich auf 90,3 (94,3) Prozent. Die Talanx Gruppe erwartet auf Basis eigener Schätzwerte, dass sie ihre Resilienz[1] in ihren Schadenreserven von rund 3,7 Mrd. EUR auf mehr als 4,0 Mrd. EUR ausbauen wird. Die Bilanzstärke und gut diversifizierte Ertragskraft der Gruppe wurde durch ein Upgrade der Ratingagentur S&P auf AA- bestätigt.

Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis stieg auf 1,3 (1,1) Mrd. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs auf 4,9 (3,1) Mrd. EUR und das Konzernergebnis steigerte sich auf 1.977 (1.581) Mio. EUR.

Corporate & Specialty: Starkes Umsatz- und Ergebniswachstum

Im Geschäftsbereich Corporate & Specialty stieg der Versicherungsumsatz im Geschäftsjahr 2024 um 10 Prozent (währungskursbereinigt um 11 Prozent) auf 10,0 (9,1) Mrd. EUR und damit erstmals auf einen zweistelligen Milliarden-Betrag. Das Wachstum resultierte zu größeren Teilen aus dem Neugeschäft und teilweise aus inflationsbedingten Preisanpassungen im Bestandsgeschäft. Das versicherungstechnische Ergebnis profitierte von einer geringeren Frequenzschadenquote und wuchs auf 1.004 (770) Mio. EUR. Die Leistungen für Großschäden stiegen im Vergleich zum Vorjahr auf 402 (334) Mio. EUR, unterschritten aber das veranschlagte Budget von 468 Mio. EUR. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich entsprechend auf 90,0 (91,5) Prozent. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten steigerte sich aufgrund eines höheren Anlagevolumens und gestiegener laufender Zinserträge auf 83 (11) Mio. EUR. Aufgrund der positiven Entwicklung sowohl in der Versicherungstechnik als auch in der Kapitalanlage legte auch das operative Ergebnis (EBIT) deutlich auf 702 (446) Mio. EUR zu. Der Beitrag zum Konzernergebnis erhöhte sich auf 501 (351) Mio. EUR.

Privat- und Firmenversicherung International: Profitables Wachstum durch Akquisition beschleunigt

Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International wuchs der Versicherungsumsatz im Geschäftsjahr 2024 um 31 Prozent (währungskursbereinigt um 40 Prozent) auf 9,3 (7,1) Mrd. EUR. Getrieben wurde diese positive Entwicklung sowohl durch organisches Wachstum (währungskursbereinigt um 15 Prozent) insbesondere in Polen als auch durch die erstmalige Berücksichtigung der akquirierten Liberty-Gesellschaften in Lateinamerika. Mit der Akquisition tragen die beiden Regionen Lateinamerika (48 Prozent) und Europa (52 Prozent) nun einen nahezu gleich hohen Anteil zum Versicherungsumsatz des Geschäftsbereichs bei. Das versicherungstechnische Ergebnis steigerte sich auf 778 (426) Mio. EUR und profitierte ebenfalls von den akquirierten Liberty-Gesellschaften sowie von operativen Verbesserungen in der Türkei und im chilenischen Kfz-Geschäft. Verstärkt wurde das Gewinnwachstum zudem von der positiven Geschäftsentwicklung in Polen und in Italien. Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Großschadenleistungen durch Naturkatastrophen in Osteuropa, Chile und Brasilien konnten somit deutlich überkompensiert werden. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich auf 92,5 (95,0) Prozent. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten stieg auf 448 (368) Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs auf 836 (507) Mio. EUR. Auf 449 (277) Mio. EUR erhöhte sich der Beitrag zum Konzernergebnis, zu dem die zugekauften Gesellschaften in Lateinamerika nach Berücksichtigung der Finanzierungskosten bereits mehr als 80 Mio. EUR beisteuerten.

Privat- und Firmenversicherung Deutschland: Stabiler Beitrag zum Konzernergebnis

Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland stieg der Versicherungsumsatz im Geschäftsjahr 2024 leicht um 2 Prozent auf 3.619 (3.558) Mio. EUR. Das Wachstum ist insbesondere auf das Geschäft mit Altersvorsorge sowie auf das Geschäft mit Firmen und Freien Berufen sowie Kraftfahrt in der Schaden/Unfallversicherung zurückzuführen. Das versicherungstechnische Ergebnis wuchs um 12 Prozent auf 402 (360) Mio. EUR und profitierte von geringeren Frequenzschäden im Kfz-Geschäft sowie niedrigeren Großschadenleistungen im Vergleich zum Vorjahr. Diese positive Entwicklung reflektiert erste Fortschritte in der Optimierung des Geschäftsbereichs. Die Leistungen für Großschäden beliefen sich auf 48,0 (69,9) Mio. EUR, wobei der höchste Einzelschaden der Starkregen in Süddeutschland mit 21,4 Mio. EUR war. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich auf 96,6 (97,5) Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) blieb mit 262 (259) Mio. EUR stabil, ebenso wie der Beitrag zum Konzernergebnis mit 163 (161) Mio. EUR.

Rückversicherung: Operatives Ergebnis und Konzernergebnis wachsen deutlich

Der Geschäftsbereich Rückversicherung steigerte den Versicherungsumsatz im Geschäftsjahr 2024 währungskursbereinigt um 8 Prozent auf 26,4 (24,5) Mrd. EUR. Treiber für diese positive Entwicklung ist das Umsatzwachstum in der Schaden-Rückversicherung. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg deutlich auf 3,0 (1,7) Mrd. EUR, das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten erhöhte sich auf 923 (741) Mio. EUR. Entsprechend wuchs auch das operative Ergebnis (EBIT) deutlich auf 3,3 (2,0) Mrd. EUR. Der Beitrag zum Konzernergebnis steigerte sich um 28 Prozent auf 1.170 (917) Mio. EUR.

Im Segment Schaden-Rückversicherung stieg der Versicherungsumsatz aufgrund von Neugeschäft und verbesserten Preisen um 11 Prozent (währungskursbereinigt ebenfalls 11 Prozent) auf 18,7 (16,8) Mrd. EUR. Geprägt war das Jahr 2024 von einer hohen Frequenz mittelgroßer Schäden, von denen die höchsten Einzelschäden der Hurrikan „Milton“ mit 230 Mio. EUR, die Hochwasser in Osteuropa mit 194 Mio. EUR und in Dubai mit 138 Mio. EUR sowie die Unruhen in Neukaledonien mit 117 Mio. EUR waren. Insgesamt lagen die Großschadenleistungen mit 1.629 Mio. EUR unterhalb des Budgets von 1.825 Mio. EUR. Die Schaden-/ Kostenquote verbesserte sich auf 86,6 (94,0) Prozent. Aufgrund dieser positiven Entwicklung sowie des außergewöhnlich starken Aufbaus der Schadenreserve im Vorjahreszeitraum steigerte sich das versicherungstechnische Ergebnis deutlich auf 2.136 (848) Mio. EUR. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten erhöhte sich aufgrund von gestiegenen Erträgen aus festverzinslichen Wertpapieren auf 697 (483) Mio. EUR. Entsprechend wuchs das operative Ergebnis (EBIT) deutlich auf 2,4 (1,1) Mrd. EUR.

Im Segment Personen-Rückversicherung stieg der Versicherungsumsatz leicht auf 7,7 (7,6) Mrd. EUR. Das versicherungstechnische Ergebnis steigerte sich um 9 Prozent auf 883 (810) Mio. EUR und hat damit das Jahresziel von 850 Mio. EUR übertroffen. Positiv wirkten sich das Neugeschäft im Bereich Financial Solutions und die hohe Nachfrage nach Langlebigkeitsdeckungen aus. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten belief sich auf 226 (258) Mio. EUR, während das operative Ergebnis auf 926 (864) Mio. EUR wuchs.

Nachhaltigkeit: Kapitalanlageziel auf 2030 ausgeweitet

„2024 haben wir wichtige Meilensteine in der Kapitalanlage erreicht – deshalb haben wir unsere Ambitionen für die Kapitalanlage weiterentwickelt“, so Dr. Jan Wicke, Finanzvorstand der Talanx AG. Die Talanx Gruppe hatte angestrebt, die umsatzbasierte Treibhausgas-Intensität des selbstverwalteten liquiden Portfolios bis 2025 gegenüber dem Basisjahr 2019 um 30 Prozent zu reduzieren. Dieses Ziel hat die Gruppe weiterentwickelt und strebt nun an, die Treibhausgas-Intensität[2] bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 2019 zu reduzieren. Das Volumen nachhaltiger Investitionen erhöhte sich 2024 von 11,3 auf 14 Mrd. EUR. Die fokussierte Nachhaltigkeitsstrategie und das damit verbundene vielfältige Spektrum der Nachhaltigkeitsaktivitäten werden in diversen ESG-Ratings anerkannt. So konnte die Talanx Gruppe beispielsweise das MSCI-Rating im Berichtsjahr verbessern und wird jetzt mit AA bewertet.

Ausblick für 2025 bestätigt

Die Talanx Gruppe bestätigt ihren Ausblick für das Jahr 2025, ein Konzernergebnis von mehr als 2,1 Mrd. EUR erzielen zu wollen.

Damit ist die Gruppe auf Kurs, ihre Mittelfristziele zu erreichen: Wie im Dezember 2024 angekündigt, strebt die Gruppe bis 2027 ein Konzernergebnis von mehr als 2,5 Mrd. EUR sowie eine Erhöhung der Dividende auf 4 EUR je Aktie an.

Die Ziele stehen wie gewohnt unter dem Vorbehalt, dass an den Währungs- und Kapitalmärkten keine Verwerfungen auftreten und Großschäden innerhalb der Erwartungen bleiben. Die aktuelle geopolitische und makroökonomische Situation ist ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor.

[1] Resilienz innerhalb der Best-Estimate-Bewertung

[2] EVIC-Treibhausgas-Intensität | Reduktion der THG-Intenstität des liquiden Portfolios aus Unternehmensanleihen inklusive Covered Bonds, Aktien und staatsnahen Emittenten bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 2019

Eckdaten der Ergebnisrechnung Talanx Konzern, GJ 2024, konsolidiert (IFRS)

in Mio. EUR
GJ 2024
GJ 2023
+/-
Versicherungsumsatz
48.150
43.237
+11%
Versicherungstechnisches Ergebnis
5.114
3.234
+58 %
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung
90,3 %
94,3 %
-3,9 %-Pkt.
Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten
1.278
1.130
+13 %
Operatives Ergebnis (EBIT)
4.913
3.068
+60 %
Konzernergebnis (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter)
1.977
1.581
+25 %
Eigenkapitalrendite 1
(Annualisiertes) Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.
17,9 %
16,6 %
+1,3 %-Pkt.
  1. 1) (Annualisiertes) Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.

Haftungsausschluss

Diese Unternehmensmeldung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf bestimmten Annahmen, Erwartungen und Ansichten des Managements der Talanx AG beruhen. Diese Aussagen unterliegen daher einer Reihe von bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches der Talanx AG stehen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, die Geschäftsstrategie, die Ergebnisse, die Leistungen und die Erfolge der Talanx AG. Diese Faktoren bzw. ein Realisieren der Risiken und Ungewissheiten können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge der Gesellschaft wesentlich von denjenigen Angaben abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage ausdrücklich oder impliziert genannt worden sind. Die Talanx AG garantiert nicht, dass die den zukunftsgerichteten Aussagen zugrundeliegenden Annahmen frei von Irrtümern sind, und übernimmt dementsprechend keinerlei Gewähr für den Eintritt der zukunftsgerichteten Aussagen. Die Talanx AG übernimmt ferner keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.